Der Schulgarten erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Noch im Februar standen die Kinder der Waldklassen staunend im Schulgarten Grundschule am Schwentinepark. Eine weiße Winterlandschaft lag vor ihnen, bedeckt von Schnee und Eis. Zwischen kahlen Beeten und verschneiten Wegen entstanden bereits die ersten Ideen: Blumenbeete, Gemüseacker, Unterricht im Grünen und ein Ort voller Leben. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Doch als der Schnee schmolz, zeigte sich schnell die Realität: Der Garten war völlig verwildert. Hohes Gras, überwucherte Wege und unzählige Äste machten deutlich, dass noch sehr viel Arbeit nötig sein würde, bevor Kinder hier säen, pflanzen und lernen könnten. Deshalb startete die Schule Anfang April einen großen Aufruf an alle Eltern: Gesucht wurden Gartengeräte, Sach- und Geldspenden sowie tatkräftige Helferinnen und Helfer für einen gemeinsamen Gartenarbeitseinsatz. Das Ziel war klar: Der Schulgarten sollte zu einem Lernort werden, an dem Unterricht unter freiem Himmel stattfinden kann. Und die Resonanz war überwältigend. Mit großem Teamgeist und viel Motivation wurde am Wochenende vier Stunden lang gemäht, gesägt, geschraubt und gejätet. Überall wurde angepackt, Wege freigeschnitten, Beete vorbereitet und Unmengen an Grünschnitt gesammelt. Am Ende war sogar der gemietete Anhänger randvoll beladen. Doch auch für die großen Mengen an Gartenabfällen wurde schnell eine Lösung gefunden: Bereits zwei Tage später wurde ein großer Container bereitgestellt. So konnte direkt die nächste Gartenaktion starten. Am Montag nach dem Arbeitseinsatz machten sich rund 70 Kinder der vierten Klassen an die Arbeit. Hand in Hand transportierten sie Äste, Sträucher und Grünabschnitte zum Container. Dabei entstand eine lange Menschenkette, die von den Kindern schnell den lustigen Namen „Die Ast-Autobahn“ bekam. Wie Zahnräder griffen alle ineinander. Jeder übernahm Verantwortung, half mit und war wichtig für das gemeinsame Ziel. Die Kinder erlebten hautnah, wie viel man zusammen erreichen kann. Teamwork, Zusammenhalt und das Gefühl, gemeinsam etwas Großes für ihren eigenen Lernort zu schaffen, schweißten die Schülerinnen und Schüler sichtbar zusammen. Eigentlich sollte der Schulgarten nach diesem großartigen Einsatz endlich bereit sein, die ersten Draußen-Lern-Klassen zu begrüßen. Doch dann folgte ein kleiner Rückschlag: Durch Vandalismus wurden die Gartenlaube und das Gewächshaus mutwillig beschädigt. Aber auch das konnte die Schulgemeinschaft nicht aufhalten. Bereits am nächsten Tag machte sich die Waldklasse 2c daran, das Gartengelände wieder von den Schäden zu befreien. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wurden mehrere Anhänger voller kaputtem Holz zum Abfallwirtschaftshof gebracht. Und auch der Bauhof Schwentinental unterstützte tatkräftig. Schon einen Tag später entsprach der Garten wieder allen Sicherheitsstandards – und endlich konnten Klassen bei bestem Frühlingswetter draußen lernen. Und was die Kinder dort erblickten, war wahrhaftig ein Garten, der aus seinem Dornröschenschlaf erwacht war: Ein buntes Blumenmeer aus Tulpen, Vergissmeinnicht, Hyazinthen und Krokussen begrüßte die Kinder. Blühende Sträucher, Vögel zwitscherten und überall gab es Neues zu entdecken. Viele Klassen durften nun erfahren, wie viel Freude Lernen unter freiem Himmel machen kann. Denn Draußenlernen spricht alle Sinne an: Kinder bewegen sich mehr, beobachten genauer, arbeiten konzentrierter und erleben Unterricht ganz praktisch. Die Natur fördert Kreativität, stärkt das soziale Miteinander und schafft Ausgleich zum oft hektischen Schulalltag. Gerade gemeinsames Arbeiten im Garten vermittelt Verantwortung, Geduld und Wertschätzung für die Umwelt. Die Motivation der Schule ist deshalb klar: Möglichst viele Kinder sollen Unterrichtsfächer immer wieder draußen erleben dürfen – ob Sachunterricht, Kunst, Deutsch oder Mathematik. Mittlerweile geht die Gartenarbeit immer mehr in Kinderhände über. Die Schülerinnen und Schüler der Waldklasse 4b mähen den Rasen, legen Karottenbeete an, pflanzen Tomaten im Gewächshaus und bauen eine Vogelstation mit Futterstelle und Vogeltränke. Sogar ein Nest mit kleinen Küken wurde bereits entdeckt. Wenn Sie dieses großartige Projekt unterstützen wollen, dann spenden Sie gerne. Jeder Euro hilft! Förderverein der Grundschule am Schwentinepark e. V. Förde Sparkasse IBAN: DE25 2105 0170 1002 2769 45 Verwendungszweck: Schulgarten Es gibt unendlich viel Wundervolles in diesem Garten zu entdecken. Und eines ist sicher: Der Schulgarten der Grundschule am Schwentinepark ist nicht nur ein Ort zum Lernen geworden – sondern ein Ort des Zusammenhalts, der Gemeinschaft und des gemeinsamen Wachsens.